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 Kinda Magic... I guess...

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Cain Soles

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BeitragThema: Kinda Magic... I guess...   Mo Feb 23, 2015 6:37 pm

~~Excerpt aus einer alternativen Geschichte~~

"... Bilder der Zerstörung, die sich uns hier bieten. Derartiges habe ich noch nie gesehen! Der Dubliner Vorort Neshville liegt in Trümmern! Die Behörden können sich diesen sinnlosen Akt der Gewalt noch immer nicht erklären. Ich fliege hier über das, was einmal das Wohngebiet Hallister Garden war. Wie Sie an den Bildschirmen sehen können, liegt hier kein Stein mehr auf dem anderen. Ich... es tut mir Leid. Ich habe nur noch nie... oh mein Gott... Lu- Luftaufnahmen dieses Ortes zeigen etwas, was wie eine Explision aussieht, mitten in dem riesigen Krater. Wie Sie nun an den Bildschirmen sehen können, handelt es sich um eine Kugel aus gelbem Licht, inmitten einer gigantischen Rauchsäule. Gerüchte, wonach es sich um einen terroristischen Anschlag gehandelt haben soll, wurden bislang von Seiten des Staates nicht bestätigt, doch werden Gerüchte laut, dass es sich um eine neue Art Waffe handeln soll. In der Zwischenzeit haben der Premierminister von Großbritannien und der Präsident der Vereinigten Staaten..."

"... Zudem ist es meine traurige Pflicht, die Gerüchte zu bestätigen, dass am heutigen Vormittag zwei Gesichtslose durch ein Portal hier in Dublin getreten sind. Es ist uns gelungen, die Behörden der Sterblichen bislang vom Schauplatz fern zu halten, doch ich muss wohl kaum erwähnen, dass es sich hierbei um eine Katastrophe sondergleichen handelt..."
"Großmagier Meritorius! Was ist mit den Gesichtslosen passiert? Wo sind sie nun hin?"
"Es ist zu vermuten, dass es unserem Einsatzteam unter Führung von Mr. Pleasant gelungen ist, ihren Plan erfolgreich durchzuführen und die Gesichtslosen mithilfe der Desolationsmaschine zu töten. Ich muss Ihnen jedoch mitteilen, dass Mr. Pleasant sowie sämtliche Teleporter, die zur Schließung des Portals hinzugezogen wurden - also faktisch alle zwölf Teleporter dieser Welt - seit der Schlacht als vermisst gelten. Es ist wohl anzunehmen, dass sie auf der anderen Seite des Portals gefangen sind..."
"Was geschieht mit den Leichen der Gesichtslosen? Werden sie im Sanktuarium untersucht?"
"Wie groß ist der Verlust unter den Zauberern noch?"
"Haben wir mit einer Entdeckung durch die Sterblichen zu rechnen?"
"Bitte, bitte! Eine Frage nach der anderen! Ich muss wohl kaum erwähnen... dass dies der schwärzeste Tag in unserer Geschichte seit Kriegsende ist. Wir müssen nun unser Möglichstes tun... speziell, da die hierdurch entstandenen Schwankungen in der Energie des Planeten größere Auswirkungen als erwartet mit sich bringen können. Ich flehe Sie alle an, Ruhe zu bewahren. Das Sanktuarium wird alles in seiner Macht stehende tun. Wir werden auch diese Krise meistern. Da bin ich sicher... Gute Nacht."
"Großmagier!"
"Eine Frage noch!"
"Großmagier Meritorius!"

Und so geschah es. Die Neshville-Krise hat uns deutlicher denn je vor Augen geführt, dass die Wände der Welten, dünn wie Papier, unser einziger Schutz vor den dunklen Göttern sind. An jenem Tage verloren wir Skullduggery Pleasant, Dexter Vex und sämtliche Teleporter der Welt.
Die Sanktuarien rund um den Globus halfen seitdem bei der Schadensbegrenzung. Drei Zauberer gerieten in Gewahrsam sterblicher Behörden und mussten mithilfe von Gedächtnisveränderungen gerettet werden. Viele namenlose Sterbliche verloren bei der Explosion ihr Leben.
Für die Rettung der Welt wurde ein Stadtteil geopfert, indem die Desolationsmaschine eingesetzt wurde. Die folgende Explosion - die Sterblichen nahmen sie nicht einmal wahr - pulverisierte Neshville und ließ nur die verbrannten Leichnahme der Gesichtslosen zurück.
An diesem Tag erlebte die Zauberer-Gemeinschaft eine schwere Probe.
Eachan Meritorius, bis dahin Großmagier, trat nach der Ausführung des Plans zurück. Seinen Posten begleidete Erskin Ravel, der neben sich die Ältesten Mr. Bliss und Thurid Guild aufgestellt hat.
Die Diablerie, die Urheber der Katastrophe, unter ihren Anführern Jaron Gallow und Baron Vengeous wurde zerschlagen, doch hat die Verschiebung der planetaren magischen Energie zu einer Veränderung des magischen Geflechts geführt. Die Werwölfe, eigentlich ausgestorben, haben sich in dem Jahr seit der Katastrophe wieder in der Welt manifestiert und eine Art lose Ordnung geschaffen. Weitere Veränderungen betreffen unter anderem die Vampire, die sich nach wie vor der Gerichtsbarkeit durch das Sanktuarium entziehen und ihre eigenen Pläne verfolgen...
Welche das sind, steht noch immer in den Sternen. Die Welt hat sich verändert...

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Cain Soles

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Mo Feb 23, 2015 6:47 pm

Ich hoffe, es gefällt dir^^
Mein Steckbrief:

Namen:
Der Name, von den Eltern gegeben: Jackson Harris
Angenommener Name: noch keiner - später Jet Cross
Echter Name: unbekannt

Alter (Aussehen): 17 Jahre
Echtes Alter: 17 Jahre
Aussehen: http://s3.favim.com/orig/41/anime-boy-manga-togainu-no-chi-Favim.com-346524.jpg
Es dürfte sich von selbst verstehen, dass Jackson lediglich die feinste Calvin-Klein-Wäsche trägt.

Fähigkeit: Teleporter
Schwächen:
- Elektronische Impulse
- Bindezauber
- Missbrauch seines von den Eltern gegebenen Namens (den er noch nicht geändert hat - für die Aufpasserin Wink )

Beruf: Tagedieb - in erster Linie aber Taschendieb. Jackson geht, wohin es ihn zieht und denkt (meist zurecht), dass ihn niemand daran hindern kann, zu tun was er will.

Jackson Harris hat nur noch eine lebende Angehörige - seine drogensüchtige Mutter, vor der er gewissermaßen geflohen ist. Sein Vater wird auch noch irgendwo sein, aber den hat er niemals kennengelernt und betrachtet ihn daher der Einfachheit halber als tot.
Jackson entdeckte seine Fähigkeiten im Alter von 14 Jahren und nutzte sie, um sich von seinem alten Leben zu verabschieden. Dem Missbrauch seiner Mutter zu entkommen, die sich und ihn regelmäßig in Schwierigkeiten brachte. Er wollte das Wirrwarr aus Drogen, Alkohol, Pflegefamilien und Sozialarbeitern endlich entkommen.
Seitdem ist er unterwegs und war schon an den abgefahrensten Orten (seine Ausdrucksweise). Von Magie im Allgemeinen hat er keine Ahnung und hält sich für eine Art coolen Superhelden, der machen kann was er will, ohne dafür je zur Rechenschaft gezogen zu werden. Geld besorgt er sich, indem er in Geschäfte nach Ladenschluss teleportiert und die geklaute Ware verkauft, denn in einen geschlossenen Banktresor zu teleportieren traut er sich aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse nicht. Seit er sich auf diese Art versorgen kann, hat Jackson eigentlich nie Geldsorgen - vor allem da er ohnehin kaum Geld braucht. Er teleportiert in die feinsten Hotelsuiten, Restaurantküchen und so weiter und hat diese typische "Teleporter-Arroganz" entwickelt, wie sie damals, als es diese Leute noch gab, die Meinung der magischen Gemeinschaft dominierte. Er kommt eben mit allem durch.
Denkt er.



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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Do Feb 26, 2015 12:49 am

Fenia strich sich die Haare aus dem Gesicht und sah sich kurz um. Überall war Blut zu sehen und in ihre Einzelteile zerlegte Vampire. Der Rest der Angreifer hatte wohl das Weite gesucht. Feiges Pack! Es würde zweifellos nicht mehr lange dauern, bis es einen erneuten Angriff geben würde.
Das Licht der Straßenlaterne auf der anderen Straßenseite flackerte leicht. Fenia sah sich noch mal ganz genau um, um sicher zu gehen, dass auch wirklich kein Vampir mehr in der Nähe war, dann steckte sie ihr Schwert weg und wischte sich die blutverschmierten Hände an der Hose ab. Die Sensenträger und anderen Magier, die sie begleitet hatte, sammelten sich langsam wieder alle hier und sie überprüften, wer fehlte. Drei Leute, von einem wussten sie, dass er tot war. Einer der anderen Magier war dabei gewesen.
Fenia seufzte leise und holte ihr Handy raus, um im Sanktuarium anzurufen. Sie brauchten ein Aufräumteam und sie sollte sofort Bescheid geben, wenn sie fertig waren und das waren sie wohl oder übel.
Als sie gerade dabei war, die Namen der Vermissten durchzugeben, bemerkte sie sie einen Jungen, der sich scheinbar schnell abwandte und um die Ecke verschwand.
Mit einer knappen Verabschiedung legte Fenia auf und lief zu der Ecke.
"Hallo?", rief sie, als sie vor der Seitengasse stand und lugte in die Dunkelheit. Das war kein Vampir gewesen - wenn doch, dann hatte er das Serum genommen, das die Verwandlung verhinderte, ansonsten hätte sie nun, bei Nacht, die Fratze eines Vampirs gesehen und kein normales Gesicht.
Dennoch war sie vorsichtig. Mit einem Schnippen entfachte sie eine Flamme auf ihrer Hand und leuchtete ins Dunkle, während sie mit der anderen Hand in der Luft las.
___
Ich hoffe, das ist so ok^^

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Do Feb 26, 2015 7:12 pm

Es war... nicht gerade ein mustergültiger Tag gewesen - um es höflich auszudrücken. Nein, eigentlich war er beschissen gewesen.
Er hatte wirklich nicht viel vorgehabt. Ein paar DVD-Player aus dem Elektronikhandel in der Mall verticken, mehr hatte er nicht erwartet. An Geld kommen eben. Sicher, das meiste konnte er sich auch so besorgen, aber manchmal war etwas Kleingeld eben nützlich.
Und so hatte er hier gestanden, kurz nach Einbruch der Dunkelheit, um mit dem üblichen Verdächtigen das Geschäft auszumachen.
Aber der übliche Verdächtige war nicht da gewesen. Naja, irgendwie schon, aber er war auch irgendwie... tot. Die Leiche war kein schöner Anblick gewesen. Verstümmelt, zerfetzt und einige Teile fehlten.
Kurz darauf war das Unglaublichste passiert, das ihm je widerfahren war: Eine Horde weißer Gestalten war aufgetaucht. In seinen Augen sahen sie aus wie eine gefährlichere Version von Gollum aus dem Herrn der Ringe. Nur eben mit fürchterlich langen Reißzähnen und Klauen wie Tranchiermesser. Da hatte er sich natürlich schnell auf's nächste Dach verpisst, was dank seiner Kräfte problemlos möglich gewesen war. Für die Gestalten wäre es vielleicht nicht so ein Problem gewesen, ihm zu folgen, doch ein Schemen in Grau war just in diesem Moment an ihm vorübergejagt. Das war der Zeitpunkt, in dem der Kampf begonnen hatte. Männer in grauen Kutten und mit Helmen, die gewaltige Sensen trugen, hatten sich auf die Mutanten gestürzt und sie filetiert - zumindest die, die nicht sofort zerfetzt worden waren.

Jackson hatte das Ganze mit einigem Interesse beobachtet. Etwas so Unheimliches und Widerliches hatte er nie gesehen. Nicht nur das viele Blut, die Innereien, die grauenvollen Schreie und so weiter, sondern vielmehr das Verhalten der Grauen, die sich so perfekt bewegten, dass er es nicht für möglich gehalten hätte. Waren das etwa Menschen?
Und diese Wesen... was waren die?
Als es endlich vorbei war, portete Jackson wieder hinunter auf die Erde, um von der Straßenecke aus zu beobachten, was die Überlebenden anstellten. Und genau in diesem Augenblick begegnete ihm der Blick der Frau. Und was für 'ne Frau! Hübsch, ja ja, aber Mann war die groß! Und.. sie trug ein Schwert. Echt jetz!?
Als sie schon Anstalten machte, zu rufen, machte Jackson eilig kehrt. Mit diesen Irren wollte er nichts zu tun haben! Um Himmels Willen, bloß weg!
Sein Gehirn ratterte, während er die Beine in die Hand nahm. Er, ein Superheld, ging bei Nacht in eine einsame Gasse, um dort von Mutanten angegriffen zu werden, die daraufhin von einer feuerballschleudernden Samurai-Schickse und ihrem Gefolge von Sensenmännern abgemurkst wurden. Zufall?
Na, das ja wohl kaum!
Während er lief, teleportierte er sich stets einige Meter weiter vor, sodass es ein wenig so aussah als würden in einem Film einige Sekunden fehlen. Wenn ihn die Konzentration verließ, klappte es mal nicht so gut und aus hundert Meilen wurden schnell mal zwei Meter. Äußerst uncool!

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Do Feb 26, 2015 9:34 pm

Fenia sah, als sie in die Gasse leuchtete, einen Jungen davon laufen und nahm die Beine in die Hand. Eigentlich hätte sie an der Einsatzstelle bleiben müssen, aber wenn der Junge das gesehen hatte, was hier passiert war, dann musste er davon überzeugt werden, dass er das eigentlich gar nicht gesehen hatte. Sie konnte das nicht, aber sie konnte ihn so lange festhalten, bis jemand da war, der das konnte.
Aber dafür musste sie ihn erst zu fassen bekommen!
Dass sie so groß war, kam Fenia in diesem Fall zu Gute. Sie hatte längere Beine und konnte folglich größere Schritte machen. Allerdings schien es ihr, als würde der Junge, wenn sie ihn schon fast eingeholt hatte, immer wieder plötzlich weiter vorne auftauchen. Das war ja lächerlich!
Dien Magierin schrieb das dem flackernden Licht des Feuerballs in ihrer Hand und optischen Täuschungen zu, aber so würde das ein Katz-und-Maus-Spiel werden und Fenia war nun wirklich nicht zu Spielen aufgelegt.
"Bleib doch mal stehen", rief sie den flüchtenden Jungen nach, allerdings hatte sie herzlich wenig Hoffnung, dass er das tun würde. Er war wahrscheinlich verängstigt und verstört und verwasweißichnochallest. Einfühlungsvermögen hatte noch nie zu ihren Stärken gezählt.
Und Geduld auch nicht.
"Ok, Schluss jetzt mit dem Spielchen", murmelte sie, blieb abrupt stehen, griff in die Luft und riss sie und auch den Jungen mit einem Ruck zu sich, bis er vor ihr war und sie ihn fest an der Schulter packte.
"Bleib doch einfach mal stehen, dann haben wir beide keine Scherereien", keuchte sie und sah ihn sich nun zum ersten Mal genauer an. Er war bestimmt noch nicht volljährig.
"Hör zu, ich verpetz dich nicht an die Polizei. Ich weiß, du hast jetzt Angst und so weiter, aber es wird alles wieder gut, deine Welt wird sich morgen wieder wie gewohnt weiterdrehen. Dafür müsstest du allerdings mitkommen zu der Straße, ok? Es gibt Leute, die sich darum kümmern. Und dann sagst du uns, wo du wohnst und wir bringen dich wieder zu deinen Eltern, ok?"
Die dirigierte ihn mit einem festen Griff in die Richtung, aus der sie gekommen waren.
"Abmarsch!"

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Do Feb 26, 2015 9:46 pm

Es geschah... blitzschnell! Im wahrsten Sinne. Gerade noch war er gut zu Fuß und plötzlich riss es ihn von den Füßen! Eine unsichtbare Kraft zog ihn im Lauf vom Boden und schleuderte ihn zurück, bis die Olle ihn bei der Strippe hatte.
Verdammt, wie hatte die das gemacht!?
"Hör zu, ich verpetz dich nicht an die Polizei."
Pff, tu's doch.
"Ich weiß, du hast jetzt Angst und so weiter,"
Angst? Also bitte.
"aber es wird alles wieder gut, deine Welt wird sich morgen wieder wie gewohnt weiterdrehen. Dafür müsstest du allerdings mitkommen zu der Straße, ok?"
Mitkommen? Träum weiter, Süße.
Ein, zwei Sekunden starrte er sie an und in seinem Blick lag etwas ungläubig-mitleidiges, so etwas wie "echt jetzt?"
"Aha? Na, wenn Sie meinen...", gab er zurück und beschloss, jetzt wirklich abzuhauen. Ein Moment der Konzentration und er stand auf dem Dach des Fernsehturms, der Wind fegte ihm um die Ohren und es war eiskalt.
Einziges Problem: Die Große war mit ihm hergeportet!
Das konnte ja wohl nur ein schlechter Witz sein! Die nahm er automatisch mit? Das war ja beschissen!
"Fuck!", rief er und wollte sich losreißen, um schnell in Sicherheit teleportieren zu können. Aber der Griff dieses Mannweibs lag an wie ein Schraubstock!
"Lass mich los, du irre Ziege!"

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Fr Feb 27, 2015 1:02 am

Eben noch glaubte Fenia soetwas wie pupertären Trotz in den Augen des Jungen zu erkennen, da standen sie plötzlich nicht mehr in der Gasse.
Fenia war vor Schreck die Flamme ausgegangen und der Wind riss mit gewaltiger Kraft an ihren Kleidern.
"Was zum ...?", murmelte sie fassungslos und sah sich um, verstärkte aber den Griff um die Schulter des Jungen, als dieser sich losreißen wollte.
Sie begann, die starken Luftströmungen hier oben ein wenig an ihnen vorbei zu lenken, sodass sie auch wieder mit einem Schnippen eine Flamme in ihrer freien Hand aufflackern lassen konnte. Sowie sie etwas sah, schob sie den Jungen bestimmt weiter von der Kante weg, ehe sie ihm ins Gesicht leuchtete und ihn ernst ansah.
"Also, das gehört nicht zu meinen Kräften und da ich nicht denke, dass der Geist eines Teleporters uns hier her gebracht hat, musst du das gewesen sein. Ich dachte, es gibt keine Teleporter mehr."
Seine Kommentare überging sie großzügig.
Kurz sah sie auf die Stadt hinunter. Zahlreiche Lichter funkelten und wenn es eine andere Situation gewesen wäre, hätte sie den Anblick vielleicht als hübsch empfunden. Jetzt war ihr Gedanke, ob sie hier Handyempfang hatte.
"Das ändert natürlich die Situation ein wenig. Ich befürchte, ich muss dich ins Sanktuarium bringen. Das wird sicher ein großes Hallo geben", kommentierte sie trocken.
Fenia ließ die Flamme verschwinden, holte dafür aber magiebindende Handschellen aus ihrer Jackeninnentasche und legte sie den Jungen geschickt an. Die wenigsten Gefangenen, denen sie die anlegen musste, ließen sie sich freiwillig anlegen, was das anging, hatte sie also eine gewisse Übung.
"So und jetzt werden wir zwei zum Sanktuarium gehen, Hobbitgröße", erklärte sie bestimmt, während sie sich die "Hobbitgröße" wie einen Kartoffelsack über die Schulter warf und gut festhielt. Sie brauchten einen Weg hier runter und da hier auch ab und an Wartungen am Mast nötig waren, suchte sie nach einer Klappe, durch die sie runter kam. als sie die gefunden hatte, drückte sie die Luft in den kleinen Spalt zwischen Klappe und Beton, bis sich die Luke öffnete und sie den Abstieg beginnen konnte.
Als sie endlich unten angekommen war, holte sie doch noch ihr Handy raus und rief im Sanktuarium an, wo ihr Fehlen bereits gemeldet worden war.
"Ja, tut mir leid, es kam was dazwischen", antwortete sie und musste bei der Frage nach dem Was schmunzeln.
"Das erklär ich wenn ich bei euch bin - am Telefon glaubt mir das keiner! Aber ist zufällig ein Wagen in der Nähe? Ich hab eine Art Fracht, die besser nicht im Taxi transportiert werden sollte."
Kurz hörte sie noch zu und legte dann mit einem Nicken auf. Anschließend setzte sie die "Fracht" wieder auf dem Boden ab.
"Hast du eigentlich auch einen Namen, Hobbitgröße?", fragte sie. Natürlich hielt sie ihn immer noch an den Schultern fest. Nur, weil er nicht teleportieren konnte und es sich mit gefesselten Händen schlechter rannte, hieß das nicht, dass er keinen Fluchtversuch unternehmen würde. Sie wollte ihm und sich selbst den Ärger ersparen.

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Fr Feb 27, 2015 6:05 pm

Was redete diese... diese Person da? Teleportgeister? Sanktuarium? Was zur Hölle ging hier ab?
Noch bevor er eine dieser Fragen stellen konnte, holte die Verrückte ein Paar Handschellen aus ihrer Tasche in der Jacke und wollte ihm damit an seine zierlichen Gelenke! Selbstverständlich wehrte er sich heftig, wurde jedoch so mühelos niedergerungen, dass er sich fragte, wie oft die das machte!
"Lassen Sie mich! Ich kenn meine Rechte! Ich habe nichts getan!", rief er wütend, als er mit einem unbeholfenen Schrei auf ihrer Schulter landete. Verdammt, die trug ihn wie einen nassen Sack! Gott, war das peinlich!
Erst unten auf der Straße landete er wieder auf seinen eigenen Füßen - ohne dass sie ihn losließ. Und ständig nannte sie ihn "Hobbitgröße".
"Ich soll klein sein?", rief er mürrisch. Gut, er war tatsächlich ziemlich klein für sein Alter... "Schauen Sie mal in den Spiegel, Sie Riesenrindvieh!"

Nicht gerade der beste Start. Das Team, das sie abholen kam, bestand aus zwei Sensenträgern, einem rothaarigen Kerl, der so aussah als würde er gerade Praktikum bei denen machen und einem Kerl mit langen Haaren, einem Kinnbart und einer Anzahl Klamotten, die vielleicht nach Mallorca, nicht jedoch ins herbstliche Dublin gepasst hätte.
Geoffrey Scrutinus nickte Fenia anerkennend zu. Der etwas hippie-artige Mann kam auf sie zu und musterte den Burschen interessiert.
"Ein Zeuge?", fragte er interessiert. "Wie seid ihr überhaupt so schnell hergekommen? Der Schauplatz ist über fünf Meilen entfernt!"
Der rothaarige Pimpf nahm ihn Fenia ab, damit diese sich mit Scrutinus unterhalten konnte.

"W-Wo bin ich?", fragte Jackson den Kerl nervös und blickte sich um wie ein verschrecktes Kaninchen.
"Keine SOrge, Junge. Das regeln wir schon alles", versuchte ihn der Kerl zu beruhigen. "Alles okay mit dir?"
"W-Wieso hat die große Frau mir Handschellen angelegt? Ich weiß gar nicht, was hier los ist!", jammerte Jackson vorschriftsmäßig, während der Rothaarige missbilligend den Kopf schüttelte.
"Aber die sind doch nur für... ach, egal. Das ist jedenfalls keine vorschriftsmäßige Handhabe. Du läufst wohl nicht weg, also lass mich die kurz für dich öffnen...
Der Moment, in dem der Bindezauber aufgelöst wurde, war jedoch auch der Moment, in dem sich der arme Kerl bezüglich der Fluchtgedanken des jungen "Opfers" getäuscht hatte. Auf einmal war er weg.
"Äh.... Äh, Leute? Wo... wo ist der Junge hin!?"

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Sa Feb 28, 2015 12:16 am

"Ja, nein, also das mit den Rechten ist so eine Sache, immerhin weiß niemand im Sanktuarium, dass du dich da draußen rumtreibst. Deswegen bring ich dich da hin. Das ist nicht aus Bösartigkeit, sondern zur Sicherheit", brummte Fenia unbeeindruckt. Über das "Riesenrindvieh" musste sie nur müde schmunzeln. Das war nichtmal originell, da hatte sie in den 104 Jahren schon bessere Beleidigungen gehört. Und sie war natürlich oft wegen ihrer Größe aufgezogen worden, da war sie abgehärtet. Sie ärgerte sich nur regelmäßig, wenn Gänge oder Türrahmen an die Körpergrößen vor ein paar Jahrhunderten angepasst waren. Dann musste sie fast durchkrabbeln.
Als der Wagen kam, packte sie den Jungen an den Oberarmen und setzte ihn auf die Bank, ehe sie selbst reinkletterte und sich in zusammengekauerter Haltung ebenfalls reinsetzte. Gut, das war auch etwas nervig, aber sie war es gewohnt.
"Das dachte ich zuerst auch und bin ihm nach. Als ich ihn allerdings hatte, standen wir plötzlich auf dem Dach des Fernsehturms", erklärte sie Geoffrey, während sich der andere um den Jungen kümmerte - und sich in genau dem Moment meldete.
Seufzend sah Fenia zu ihm und nahm ihm die Handschellen ab.
"Tja, das hab ich Geoffrey eben erklärt. Wie es aussieht, sind die Teleporter nicht ausgestorben und wir haben es hier wohl mit einem zu tun. Deswegen hatte er ja die Handschellen um. Ich wollte den Knirps ungern bewusstlos schlagen."
Fenia zuckte die Schultern und steckte die Handschellen wieder weg.
"Immerhin hab ich hier zwei Zeugen, dass sich der Junge in Luft aufgelöst hat. Fahren wir zum Sanktuarium, da wird sich schon jemand finden, der ein wenig Erfahrung mit Teleportern hat und sich denken kann, wo der Junge hin ist - oder gilt das für einen von euch?"
Sie sah fragend zu den beiden, die die Köpfe schüttelten, also ging es erstmal zurück zum Sanktuarium, wo man ihnen erst glauben wollte, als sie alle drei bezeugt hatten, dass der Junge sich von einem Moment auf den anderen in Luft aufgelöst hatte.
Danach gab es das prophezeite große Hallo.
Ein Teleporter, der letzte Teleporter!
Natürlich wollte man den gern vorerst im Sankuartium haben, wer wusste, in welche Gefahren sich der junge sonst brachte! Oder was er anstellte.
Es dauerte zwar eine Weile, die Fenia nutzte um diesen ätzenden Bericht über den Einsatz zu verfassen, doch dann fand man jemanden, der sich mit Teleportern auskannte. Zu Fenias Erstaunen war die Antwort nicht "Vergesst es, der ist über alle Berge", sondern, dass er sich vermutlich in einem leeren Hotelzimmer oder einer leeren Wohnung einquartiert hatte, vermutlich sogar ziemlich luxuriös.
Also begannen sie, Edelviertel und Luxushotels abzuklappern, bis sie bei der fünften Wohnung endlich auf eine stießen, die entgegen der beschreibung bewohnt zu sein schien.

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Sa Feb 28, 2015 12:31 am

Was für ein Tag. Man konnte wohl ohne Probleme sagen, sagen, dass er sowas wirklich noch nicht erlebt hatte. War nur waren das für Leute gewesen? Irgendeine seltsame Regierungstruppe? Das klang ihm alles zu sehr nach Superhelden-Thriller. Er hatte mal den Film "Jumper" gesehen und hatte nicht das Bedürfnis, die Erfahrungen des Protagonisten dort zu teilen.
Aber es war unmöglich, dass sie ihm folgten. Ja, wie denn auch? Es schien ja nicht gerade alltäglich zu sein, was er konnte - wofür er sehr froh war.
So machte er es sich in seiner Bleibe bequem, deren Besitzer auf Geschäftsreise war, und schaltete die Musikanlage ein.
Schon bald beschloss er, die ganze Sache zu vergessen und sich nach diesem unerwartet anstrengenden Tag zu entspannen. Zu den harten Klängen von Emma Gelottes "With Me" entledigte er sich seiner Wäsche und machte es sich in der absurd großen Badewanne bequem, deren Whirlpool-Funktion er ausgiebig nutzte.
"You know
Every World will have it's End.
I'm here
To proof it all to youhou..."
Die ging ihm nicht aus dem Kopf. Diese Bande Verrückter, alle seltsam gekleidet oder unpassend groß...
"I am
who you don't think I am.
All wrapped uhuhup
In my evil plan..."
Über die lauten Klänge merkte er nicht, wie jemand in seine Wohnung eintrat. Gut, Sensenträger waren auch im Allgemeinen eher leise, wenn auch weniger rücksichtsvoll.

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Sa Feb 28, 2015 1:40 am

Nun, es war nicht nötig, dass sie sich so sehr anschlichen, wie sie es taten, das bemerkte Fenia ziemlich bald. Die Musik die aus besagter Wohnung kam war ohrenbetäubend laut. Nun, das hatte es ihnen immerhin in einem Punkt erleichtert: Sie hatten sich gegenüber dem Hausmeister als Sonderheinheit der Security-Firma ausgegeben und so den Ersatzschlüssel bekommen - gut, den Sensenträger hatten sie später nach geholt. Der Hausmeister hatte bereits vermutet, dass jemand bei der Secruity-Firma anrufen würde, die für dieses Viertel verantwortlich war.

Obwohl die Musik laut war, verständigten sie sich also nur mit Handzeichen - bevor der Junge sie doch noch bemerkte und wieder verschwand, das wäre ja noch schöner!
Allerdings kam sie zu der Überzeugung, dass es für ihn nciht so ... einfach wäre zu verschwinden ... so ohne Klamotten.
Vorsichtig lugte sie um die Ecke und bemerkte, dass die Zielperson in der Badewanne saß. Kurz wechselte sie einen Blick mit ihren beiden Begleitern. Der Junge schien absolut nichts bemerkt zu haben.
Aber sie hatte noch was bemerkt: In den Haaren hatte er Shampoo und damit Shampoo schäumte bedurfte es Wasser - und Wasser konnte sie in einem gewissen Maß lenken.
Also ließ sie Wasser samt Shampoo von seinen Haaren zu seinen Augen fließen, bis sie sah, dass er nichts sehen konnte.
Die Gelegenheit nutzte sie, um schnell ins Bad zu treten und ihm einmal mehr die Handschellen anzulegen.
"Hallo nochmal, Hobbitgröße. Würdest du dir gern noch eine Hose anziehen, oder sollen wir dich so, wie du bist mitnehmen? Könnte allerdings kalt werden und dein Lärm hat vermutlich die anderen Mieter dazu veranlasst, schon vor der Wohnung zu warten, um zu sehen, wer da drin für Radau gesorgt hat", fügte sie hinzu. Allerdings konnte man schwerlich überhören, wie sehr sie die Situation amüsierte. Ehrlichgesagt fand sie sie sogar zum Schreien komisch.

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Sa Feb 28, 2015 2:12 am

Mann, war Wasser immer so penetrant?
"Verdammt!", knurrte er und rieb sich die Augen, als das Shampoo in selbige eintrat. Eilig tauchte er mit den Augen unter Wasser und blinzelte verwirrt, als da plötzlich jede Menge Leute in seinem Badezimmer standen.
"Äh...", machte er bloß und sein hochrotes Gesicht sprach tatsächlich Bände. Hätten die grau gekleideten Sensenträger Sinn für Humor, hätten sie nun wohl aus vollem Halse gelacht. Aber den hatten sie nicht. Sie standen stumm und bedrohlich da und die unter dem Visier herausschauenden Münder verzogen sich nicht einmal einen Millimeter weit.
"Wie... wie haben Sie mich...?", wollte er wissen, brachte jedoch kaum einen anständigen Ton heraus. Er hatte schon wieder Handschellen an, ehe er überhaupt kapiert hatte, was los war. Die hatte ihn aufgespürt. Verdammt, genau wie in "Jumper". Das war doch wohl ein schlechter Witz.
"Kann ich... mich wenigstens in ein Handtuch werfen?", fragte er kleinlaut und bemerkte erleichtert, wie sein "Gast" sich umdrehte und dabei versuchte, nicht laut loszulachen. Die Sensenträger drehten sich nicht um. So etwas war unter ihrer Würde. So musste der arme Knabe sich unter den Augen der beiden Soldaten - von denen einer eine Frau war - schnellstmöglich in Schale werfen. Er schlang ein Handtuch um seine Hüfte, so gut es ihm mit den Handschellen möglich war.
"Und... verraten Sie mir dann auch, wieso Sie mich belästigen? Ich hab heut Abend'n Date!"

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Sa Feb 28, 2015 3:40 am

Fenia konnte wirklich kaum an sich halten. Eine Zielperson in der Badewanne festzunehmen, das war ihr auch noch nicht passiert!
"Wenn dir ein Handtuch lieber ist als eine Hose", meinte sie mit einem belustigten Schulterzucken und reichte ihm das Handtuch, das über einem Ständer neben der Badewanne hing, ehe sie sich umdrehte. Sie würde ihm eine gewisse Privatsphäre lassen - sie jedenfalls. Von den Sensenträgern konnte man das nicht behaupten, sie behielten den jungen ungeniert im Auge. Sie würde wirklich nicht mit ihm den Platz tauschen wollen.
Als er sie wieder ansprach, drehte sie sich um und bedeutete ihm, den Stöpsel aus der Wanne zu ziehen.
"Keine Sorge, im Sanktuarium kannst du deine Freundin anrufen, aber da müssen wir dich erst mal hinbringen. Deine eigentliche Frage beantworte ich dir unten im Wagen. Schaffst du es, bis dahin allein zu laufen, oder muss ich dich wieder über meine Schulter werfen?", fragte sie, immer noch ziemlich erheitert.
Fenia nickte den Sensenträgern kurz zu, die sich daraufhin um sie formierten und aus der Wohnung und das Treppenhaus bis zum Wagen eskortierten.
Als sie im Auto saßen, ging Fenia wieder auf die Frage des Jungen ein.
"Warum wir dir hinter her sind hat folgenden Grund: Du bist ein Teleporter, das ist dir sicher auch schon aufgefallen, und das ist eine sehr seltene Gabe. Du bist sogar der letzte Teleporter auf diesem Planeten, von dem wir wissen und das auch erst seit heute. Das bedeutet aber, dass du in gewaltigen Schwierigkeiten steckst, wenn Gruppen, die nicht so nett sind wie wir erfahren, was du kannst. Und mit gewaltigen Schwierigkeiten meine ich nicht das Jugendamt oder die Polizei, sondern Leute, mit denen wirklich nicht zu spaßen ist. Außerdem wollen wir verhindern, dass du etwas anstellst."
Sie verschränkte die Arme vor der Brust und sah ihn genau an.
"Stell dir mal vor, heute hätte einer von den Leuten beobachtet, wie du mit mir wegteleportiert bist und die hätten dich eher in der Wohnung gefunden. Glaub mir, die verfügen auch über die Möglichkeit, deine Kräfte zu blockieren und wenn du nicht freiwillig kooperierst, hätten sie wohl angefangen dich zu foltern. Ja, ich weiß, du weißt noch nicht, dass wir dich nicht foltern, aber da wirst du einfach abwarten müssen."
Einen Moment ließ sie das wieder sacken. Der Motor war inzwischen gestartet worden und sie fuhren durch das nächtliche Dublin.
"Ich bin übrigens Fenia Rhona. Hast du auch einen Namen oder bevorzugst du "Hobbitgröße"?", fügte sie amüsiert hinzu.

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Sa Feb 28, 2015 11:56 am

Eine Hose durfte er sich tatsächlich noch schnappen, als die Sensenträger ihn grob aus der Wohnung entließen. T-Shirt war schon nicht mehr drin und er hatte so gar nicht das Bedürfnis, sich mit den beiden Gestalten anzulegen.
Und hier saß er nun. In dem schwarzen Wagen. Er saß in der Mitte der Rückbank, zu beiden Seiten die Kuttenmänner und vor ihm auf dem Beifahrersitz die Große.
"Stellen Sie sich vor", gab er spöttisch zurück. "Dass SIe nicht wegen meines Soufflé-Rezepts hinter mir her sind, hatte ich mir schon beinahe gedacht."
Die Sensenträger rührten sich nicht. Mann, waren die unheimlich!
Und seine Gabe war selten? Bislang hatte er eigentlich gedacht, er sei der einzige mit besonderen Kräften - was, wie er nun bemerkte, eigentlich eine dämliche Annahme gewesen war.
"Cool", kommentierte er die Tatsache, dass er wenigstens der einzige Teleporter und damit dochs chon wieder was Besonderes war. "Was ist mit den anderen passiert? Aus Versehen in 'ne Wand gesprungen, huh? Ja, kenn ich. Suche immer noch meinen großen Zeh."
Schweigen.
"Das war ein Witz", erklärte er dem Sensenträger rechts von sich, der sich natürlich nichts anmerken ließ.
"Creeps...", murmelte er, nun sichtlich nervös in der Nähe der Gestalten und sah sich im Wagen um. "Und was für Leute sind das so, die hinter mir her sein könnten? Und wozu brauchen Sie mich eigentlich? Wer sind Sie überhaupt? Die Regierung oder sowas? Oder läuft das wie in X-Men und Sie stecken mich in ein Internat für Freaks?"
Mürrisch blickte er ihr in die Augen. Er fühlte sich wirklich gekränkt, dass sie ihn erwischt hatten. Wie zum Henker konnte man einen wie ihn fangen!? Und woher hatte die überhaupt gewusst, wo er war? Fragen über Fragen. Gott, er hasste diese blöde Kuh! Blöde Kuh mit dem dämlichen Namen! Wer bitte hieß denn so!?
"Jackson. Jackson Harris", murmelte er daher und wandte den Blick von ihr ab. Er hatte plötzlich das Gefühl, Mist gebaut zu haben. Als ob er zu viel verraten hätte...
Ach, Blödsinn...

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   So März 01, 2015 2:48 am

"Tatsächlich, hast du also schon gedacht? Na ja, wenn es gut ist, nehmen wir mit, was wir kriegen können", konterte Fenia trocken. Dass er die Tatsache, der letzte Teleporter zu sein cool fand, ließ Fenia die Stirn runzeln. sie würde ganz sicher nicht so begeistert reagieren, wäre sie die letzte Elementemagierin.
"Die anderen sind gestorben", klärte sie ihn etwas kühler auf.
"Sie haben diese Welt beschützt und dafür ihr Leben gelassen - oder wenigstens sind sie nicht mehr in dieser Welt. Die Leute, die eventuell auch hinter dir her sein können - und es sicher früh genug auch sein werden - haben einen von ihnen gezwungen etwas zu tun und die restlichen haben mit Magiern zusammen alles daran gesetzt das rückgängig zu machen, dabei sind sie gestorben. Ihnen hast du es zu verdanken, dass du überhaupt noch am Leben bist und jetzt hier sitzen kannst."
Fenias Stimme war erst geworden und ihren Blick hatte sie stur gerade aus gerichtet.
"Viele gute Leute sind damals gestorben. Ich geb dir einen Rat: Jetzt wusstest du es nicht, aber mach in Zukunft besser keine Witze mehr darüber. Du wirst kaum jemanden finden, der darüber lachen kann."
Fenia atmete tief durch und richtete ihren Blick wieder über den Rückspiegel auf den Jungen.
"Wenn ich dir den Namen dieser Organisation sage, bringt es dir wohl kaum etwas, aber wenn es dich glücklich macht: Die Diablerie. Und wir sind ganz sicher nicht wie X-Men", fuhr sie, nun doch etwas belustigt fort.
"Wir sind Magier, keine Mutanten. Und ja, wir alle hier arbeiten für das Sanktuarium, das ist gewissermaßen die Magierregierung und so eines gibt es in jedem Land."
Sie bemerkte, wie unzufrieden der junge dreinblickte, was sie aber auch nciht weiter überraschte. Wer wollte schon gern in Handschellen zwischen zwei Sensenträgern sitzen? Also, sie ganz bestimmt auch nciht!
"Gut, Jackson. Mit dem Namen kann man für den Anfang ja mal arbeiten."

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   So März 01, 2015 1:50 pm

"Ja, der hat schon was", kommentierte er grummelnd seinen Namen. Diablerie. Klang seltsam. Er hatte natürlich noch nie davon gehört. Die Tatsache, dass alle Mitglieder der Diablerie hinter Gittern saßen oder tot waren, wusste er ja nicht, aber da es die Frau namens Fenia geschafft hatte, ihn zu fangen, glaubte er ihr, dass dies auch andere konnten, wenn er nicht vorsichtig war. Das bereitete ihm ein mulmiges Gefühl. Ebenso natürlich wie die Tatsache, dass alle anderen Teleporter sich geopfert hatten.
"Tz. Magier. Im Ernst? Und... können alle Magier nur eine Sache? Also nicht wie in Harry Potter, sondern... hey, das ist ja dann doch wie in X-Men!"
Seine Medien hatte er jedenfalls im Kopf.

Sie erreichten das Sanktuarium. Als sie aus dem Wagen stiegen, erkannte der Junge, dass sie nicht mehr in Dublin waren. Die kleine Stadt sah alles andere als vertrauenerweckend aus und das sogenannte Sanktuarium war ein unansehnlicher Flachbau am Ufer eines Sees, in dem er lieber nicht schwimmen gegangen wäre.
"Oh Mann", kommentierte er das traurige Bild und schüttelte den Kopf. "Was ist dass denn für ein Laden? Ich dachte, ihr seid 'ne Regierung?"
Während er sich aufregte, trat ein Mann aus dem Gebäude. Er trug die Amtsrobe des Großmagiers von Irland und hatte ein vertrauenerweckendes Lächeln aufgesetzt. Erskin Ravel konnte man nur aus gutaussehend bezeichnen, das konnte nicht einmal Jackson bestreiten. Es war der erste Gedanke, der ihm durch den Kopf schoss. Nur die Robe wollte einfach nicht zu dem Mann passen, der in einer willkommensgeste die Arme ausbreitete.
"Willkommen in Roarhaven, Junge! Mann, was für eine Neuigkeit! Ein lebender Teleporter! Ach ja, verzeih die Szenerie. Hast dir sicher was anderes vorgestellt, wie?"
"Äh, ja..."
"Keine Sorge. Wir dekorieren noch um. Mussten nur aus Dublin raus, um dem Aufruhr zu entgehen, den die Explosion verursacht hat. Aber egal, lasst uns reingehen. Du bist natürlich unser geschätzter Gast während deines Aufenthalts.
Kommentarlos hob Jackson seine Hände in den Handschellen.
"Gast? Man hat mich in meinem Badezimmer überfallen! Ich trage nur eine Hose! Ich hab Shampoo im Haar! Mann, was bezeichnen Sie dann als Gefangenen!?"
"Äh, guter Punkt. Fenia? Haben wir T-Shirts in Kindergröße?"
"Kinder... größe!?"

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Mo März 02, 2015 2:00 am

Es gibt immer versteckte Ratten XD
Und mit denen kann man ja dann auch was anfangen^^
___
Fenia lachte wieder auf.
"Wenn du willst kannst du es als Mischung sehen - auch wenn es Magier schon immer gibt und sich die Mutanten in X-Men eben entwickelt haben. Es gibt verschiedene Magierichtungen. Bei X-Men hatte ja jeder seine eigene Mutation. Deine Magierichtung ist das Teleporten, ich kann die vier Elemente beeinflussen - wie du vielleicht bereits beobachten konntest. Es gibt noch andere Richtungen. Ich weiß nicht, gibt es schon Filme, die in die Richtung gehen? Also, mir fällt spontan nichts ein und ich war in meinem Leben schon oft im Kino. Ehrlich gesagt gefällt mir Kino auch besser als das Fernsehen. In dem Punkt waren die 50er wirklich besser."

Als Fenia aus dem Auto geklettert und sich wieder zu ihrer vollen Größe aufgerichtet hatte, sah sie auch bereits Erskin Ravel auf sie zukommen. Fenia hielt sich erstmal zurück. Sie hatte die Neuigkeit mitgebracht, jetzt war es an allen anderen, Jackson zu begutachten.
Dennoch musste sie stumm vor sich hinlachen, als der Junge davon zu erzählen begann, wo sie ihn geschnappt hatten. Man könnte meinen, dass das irgendwann langweilig wurde, aber die Anekdote verlor einfach nicht an Witz.
"Was? T-Shirt in Kindergröße? Ich weiß nicht, so oft sind hier ja keine Kinder", antwortete sie vergnügt und nickte beiläufig dem Magier zu, der sie begleitet hatte. Sie hätten gar nicht in so einem großen Aufmarsch auftauchen müssen - aber das konnte man ja immer nicht vorher wissen.
"Ich schau mal, was ich finden kann - notfalls bekommt er ein Hemd von mir und einen Gürtel, dann kann er das als Cocktail-Kleid tragen", meinte sie trocken und zwinkerte beiden zu.
"Ich nehme an, Sie kommen ohne mich zurecht? Ich kann auch nach einem Waschbecken suchen - das Shampoo oder der Conditioner oder was auch immer hat sicher lange genug eingewirkt. Dann mach ich mich mal auf die Suche."
Sie nickte kurz beiden zu, ehe sie im Gebäude verschwand und sich nach einem Oberteil umhörte. Im Kostümfundus gab es einiges, was vielleicht passen würde, aber ... vermutlich würden diese Teile mit dem Begriff "Folter" noch wohlwollend umschrieben werden.
Also beschloss Fenia was anderes. Sie lieh sich ein auto aus, fuhr zur nächsten stadt und da zu einer Altkleidersammlung. Da wurde sie endlich fündig. Es waren zwar hauptsächlich Frauenklamotten, aber dazwischen fand sie auch ein ausgeleiertes, verwaschenes dunkelblaues Sweatshirt mit dem Aufdruck für irgendeine Sportmannschaft oder so.
"Der Vorbesitzer hatte zwar Gorilla-Arme und der wird wohl etwas zu groß sein, aber hey - keine Federn, kein glitzer, nicht rückenfrei und er tritt bestimmt nicht versehentlich auf den Saum. vielleicht auf die Ärmel", murmelte sie, packte das Sweatshirt ein und fuhr zurück.
Im Sanktuarium hatte sie schnell in Erfahrung gebracht, wo der Teleporter war - das wusste interessanterweise jeder, was für einen Teleporter doch eher ungewöhnlich war.
Sie klopfte kurz an die Tür, ehe sie eintrat und ihm den Sweater reichte.
"Hier, das beste, was ich auftreiben konnte."

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Mo März 02, 2015 3:18 pm

Jackson saß inzwischen in einem Zimmer und durfte vor sich hinschmollen. Es war ein Zimmer für diplomatische Gäste, doch für seinen Aufenthalt hatte man Sigillen an der Wand angebracht, sodass er nicht teleportieren konnte, obwohl man ihm die Handschellen abgenommen hatte. Es war frustrierend. Der Junge lief in diesem Zimmer auf und ab wie ein Tiger in seinem Käfig.
Als Fenia auftauchte, riss er ihr das T-Shirt aus der Hand und zog es sich an.
"Was soll das hier? Wieso sitze ich hier fest? Man hat mir nichts erklärt! Soll ich jetzt ewig in diesem Zimmer sitzen? Ich habe überhaupt nichts getan! Ich will sofort hier raus!"
Er empfand es als großes persönliches Unrecht, hier gefangen gehalten zu werden. Was nahmen sich diese Kerle raus?!
"Ihr... Zaubereiministerium kann damit doch nicht einfach durchkommen! Ich will sofort! Hier! Raus!"

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Mo März 02, 2015 11:41 pm

Ein leises Seufzen entwich Fenia, als Jackson sich sofort bei ihr beschwerte. Sie war Kämpferin - keine Babysitterin für toll gewordene Teleporter oder die Beschwerdesammelstelle!
"Also von "nichts getan" kann man so spontan eigentlich nicht reden, immerhin haben wir dich in einer Wohnung aufgegriffen, die du definitiv nicht gemietet hast, aber das nur mal so der Vollständigkeit wegen, das ist eigentlich uninteressant", antwortete sie, setzte sich auf einen Stuhl und bedeutete ihm, sich auf den anderen zu setzen.
"Davon abgesehen können wir damit durchkommen, immerhin hat sich der Großmagier persönlich um dich gekümmert. Aber ich denke auch nicht, dass es dir viel bringt, hier zu lamentieren. Du hast gefragt, warum wir dich hierbehalten - nenn es mal Schutzhaft. Außerdem scheinst du nichts über die magische Welt zu wissen, das solltest du nachholen. Also ... du darfst mich ruhig was fragen - was diese Welt betrifft. Was das Sanktuarium ist, hab ich ja schon erklärt."

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Fr März 06, 2015 11:25 pm

"Pfft, na und?", fragte Jackson hochnäsig. "Ich wohn auch manchmal in Hotels, aber wen kümmerts, wenn ich aufräume bevor ich gehe und weg bin ehe die Eigentümer wiederkommen?"
Er setzte sich neben sie auf den Stuhl, verschränkte die Arme und musterte sie beleidigt.
"Ich glaub nicht, dass jeder der nichts über diese ach so tolle magische Welt weiß, gleich in Schutzhaft zu Schulungszwecken geschickt wird."
Er seufzte tief und schüttelte den Kopf.
"Wann kann ich denn damit rechnen, dass ich endlich freigelassen werde? Oder... muss ich erst 'ne Art Verschwiegenheitserklärung unterschreiben? Ist das irgendein abgekartetes Spiel oder so? Was wollt ihr Typen von mir?"

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Sa März 07, 2015 1:59 am

"Na ja, die Lautstärke deiner Musik hätte demnächst die Polizei auf den Plan gerufen und wenn du vor deren Augen wegteleportiert hättest, hätten wir wieder Ärger gehabt", meinte sie schulterzuckend. Aber eigentlich war das nicht so wichtig. Sie waren der Polizei zuvor gekommen und das war es, was wichtig war. Und was dafür sorgte, dass sie jetzt hier saß.
"Nein, nur leichtsinnige, kleine Teleporter", erwiderte Fenia trocken, aber mit einem amüsierten Lächeln.
"Wenn wir mitbekommen haben, dass es noch einen Teleporter gibt, dann sicher auch andere. Wir wollten denen nur zuvor kommen."
Bei seinen Fragen zog sie eine Augenbraue hoch und seufzte leise. Klar, na ja, die Fragen waren irgendwie auch verständlich.
"Also, es ist selbstverständlich, dass du gegenüber Nicht-Magiern kein Wort sagst. Entweder würdest du Ärger bekommen oder wir und wenn wir Ärger bekommen, kriegen wir dich wieder. Und dann kommst du hier nicht mehr raus. Ansonsten kannst du mit einer Freilassung rechnen, wenn wir dir vertrauen. Ich hab dir gesagt, dass es Leute gibt, die hinter dir her sind. Alle bekannten Mitglieder der Diablerie sind im Gefängnis - das Problem sind die unbekannten und die Nachfolgegruppen. Diese Gruppen wollen ... Wesen in diese Welt bringen, die Chaos verbreiten, viele Leute töten würden und diese Welt in Schutt und Asche verwandeln würden. Als das das letzte Mal passiert ist, sind dabei sehr viele gestorben, darunter auch die anderen Teleporter. Ein ganzer Stadtteil wurde zerstört, um den Rest der Welt zu retten. Es gibt eine Möglichkeit, diese Wesen in diese Welt zu bringen, aber dazu braucht man ein Portal, das nur von einem Teleporter geöffnet und geschlossen werden kann. Ich denke, den Rest kannst du dir selbst zusammendichten. Wir wollen verhindern, dass man dich dazu zwingt oder auch überlistet, dieses Portal zu öffnen. Und wir wollen natürlich auch nicht, dass du das freiwillig tust, es wäre allerdings wohl auch das letzte, was du tust", erklärte Fenia geduldig und sehr ernst.
"Wenn du wissen willst, warum diese Leute diese Wesen herholen wollen - tut mir leid, das begreife ich auch nicht. Sie denken offenbar, dass diese Wesen ihnen Macht verleihen und nur sie nicht töten. Na ja, zu einer solchen Frömmigkeit gehört eine gewisse Portion Geisteskrankheit", fügte die Magierin augenrollend hinzu.
"Es kann auch gut möglich sein, dass du nur wieder gehen darfst, wenn du einen Wachhund akzeptierst. Und ich hoffe inst-"
Ein Klopfen an der Tür unterbrach sie. Kurz darauf kam ein Sanktuariumsmitarbeiter rein und flüsterte ihr etwas zu. Sie runzelte die Stirn und ihr Blick richtete sich auf Jackson.
"Kennst du eine Diane Harris?", fragte sie ihn direkt.

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Also, wenn dir ein anderer Name lieber ist, nimm den und ignorier "Diane"^^
Soll seine Mutter sein, die man ausfindig gemacht hat^^

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Sa März 07, 2015 2:58 pm

"Ich bin nicht leichtsinnig", knirschte der Bursche hinter zusammengebissenen Zähnen und krallte sich in den Stoff seiner Hose. "Und ich bin kein Kind mehr, klar? Gott, das is' sowas von verfassungswidrig..."
Wie sie mit ihm sprach konnte man meinen, sie säße hier bei einem Kleinkind, aber er hatte es mehr als fertiggebracht, drei Jahre lang auf eigenen Füßen zu stehen und sich zu besorgen was er brauchte. Diese Typen sperrten ihn ein, nur weil er was konnte! Die wollten das irgendwie nutzen. So war es doch immer. Welchen Grund konnten sie sonst haben? Die wollten irgendwas von ihm, weil er der letzte Teleporter war. Toll. Mit einem Mal kam ihm das nicht mehr wirklich strebsam vor.
Er hörte kaum, wie die ulkige Trulla ihm erzählte, was mit den anderen seiner Art passiert war, horchte jedoch auf, als sie erwähnte, man habe einen Stadtteil geopfert.
"Moment, die Katastrophe hier in Dublin? Das wart ihr?", fragte er erschrocken. "Gott, das waren tausende Tote! So krank kann doch keiner sein! Und ausgerechnet Leute wie ich können sowas verursachen? Oh. Toll... Passt ja wunderbar zum Gesamtbild. Und was mach ich mit so 'nem Wachhund dann?"
Er wollte fragen, wie sein weiteres Leben denn nun aussähe, wenn ihm nun ein "Wachhund" auf Schritt und Tritt folgen würde, doch in diesem Moment stand die Riesin bereits auf und ging zur Tür, von welcher sie mit unangenehmen Neuigkeiten wiederkam.
"Kennst du eine Diane Harris?"
Jackson schwieg vielleicht eine Weile zu lang. In seinem Blick lag Erkenntnis und eine gehörige Portion Schrecken. Der Junge atmete tief durch und sagte dann:
"Nein, kenn ich nicht... und ich will sie auch nicht kennenlernen, klar? Seien Sie so gut und mischen Sie sich nicht in mein Leben ein!"
Er geriet richtig in Fahrt. Das letzte was er wollte war, seiner Mutter zu begegnen!
"Sie... sie haben Sie nicht angerufen oder?"

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Sa März 07, 2015 7:47 pm

"Interessant, ich hätte eher gedacht, dass du dich über das "klein" aufregst", kommentierte Fenia gelassen. Seine Beschwerde, das wäre verfassungswidrig ließ sie ungerührt. Die menschlichen Regierungen selbst bewiesen immer wieder dass Verfassungen, Ethik und Moral wohl sehr dehnbare Begrifflichkeiten waren.
"Jackson, ich höre auf dich wie ein Kind zu behandeln, wenn du aufhörst, dich wie eines zu benehmen. Du hast sicher schon bemerkt, dass dein Gemeckere dir nicht hilft. Ich habe zur Kenntnis genommen, dass es dir nicht passt hier zu sein. Oder mit Shampoo im Haar abgeführt zu werden und auch, wenn dir das unvorstellbar erscheint, ich verstehe dich da sogar. Das ist nicht angenehm. Was hier passiert, passiert auch nicht, um dich zu trietzen oder zu gängeln, sondern um Schlimmes zu verhindern. Wenn du also wie ein Erwachsener behandelt werden willst, dann gebe ich dir den Rat, dich wie einer zu benehmen. Es bringt nichts, wenn du motzt, es bringt aber etwas, wenn du versuchst, mit der Situation zurecht zu kommen und mit uns an einer Lösung zu arbeiten. Glaub mir, wir wollen dich nicht unbedingt als Dauermieter in diesem Zimmer."
Sie hielt inne in ihrer Erzählung über die Katatrophe, als er dazwischen rief.
"Ja, das waren wir. Tausende wurden geopfert, um die restlichen sieben Milliarden Menschen auf diesem Planeten zu retten. Das war keine einfache Entscheidung für diejenigen, die sie treffen mussten. Ich hoffe du verstehst, dass wir das nicht nochmal wollen."
Einen Moment gab sie ihm Zeit, ehe sie auf seine Frage einging.
"Was den Wachnhund angeht, gebe ich dir noch einen Rat: Verärgere den Wachhund nicht. Und hau dem Wachhund nicht ab. Der hat nicht den Job dich zur Schule zu schicken und abends ins Bett, so ein Wachhund soll nur auf dich aufpassen."
Als sie Jackson nach Diane Harris fragte, beobachtete sie ihn ganz genau. Ihr entging nicht, dass seine Haltung sich veränderte und seine Worte danach eine eindeutige Lüge waren.
Sie nahm dem Mitarbeiter ein Blatt Papier ab und wieß ihn an, vor der Tür zu warten, ehe sie diese wieder schloss und sich zu Jackson setzte.
"Wenn doch, dann kann dir das doch egal sein, immerhin kennst du sie nicht, nicht wahr? Wenn wir sie also fragen, ob sie einen Jackson kennt, wird sie uns nicht sagen, dass das ihr Sohn ist?"
Fenia lehnte sich mit verschränkten Armen zurück, das Datenblatt zu Diane Harris vor sich auf dem Tisch.
"Aber wenn du sie nicht kennst, dann brauchen wir uns keine Gedanken machen, weil dann kann man sie auch nicht als Druckmittel für dich benutzen, nicht wahr?"
Fenia setzte sich mit einem leisen Seufzen auf.
"Jackson, du willst wie ein Erwachsener behandelt werden, aber du lügst wie ein Kind. Auch wenn du vielleicht einen Streit mit deiner Mutter hast, denn die Dokumente behaupten, dass sie das ist, dann ist das hier nicht der richtige Moment, um diese Familienfehde oder was auch immer das ist, auszufechten."

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Sa März 07, 2015 11:10 pm

"Wie will denn ein Wachhund auf mich aufpassen? Sowas geht nur, wenn ich nicht teleportiere und daraus besteht nunmal mein Leben. Wenn ich das nicht kann, kann ich auch gleich hier drin sitzen bleiben..."
Jackson wirkte ganz hochgradig beunruhigt. Nervös sah er zu Boden und hatte seinen Mund hinter seinen Fäusten vergraben. Er sah aus, als müsse er sich vor einem Nervenzusammenbruch zurückhalten.
"Was wofür der richtige Moment ist, geht Sie nichts an", murmelte er. "Mir is' scheißegal, was Sie sagen! Ich will diese alte Schachtel nicht wiedersehen, egal was sie Ihnen erzählt!"
Jetzt war Jackson egal, für wie kindisch sie ihn hielt.
"Sie wissen überhaupt nichts! NICHTS, verstanden? Wenn Sie sie anrufen, dann können Sie die Kooperation vergessen, klar?", fuhr er auf und in seinem Blick lag eiskalte Wut. Was auch immer zwischen ihm und seiner Mutter vorgefallen sein sollte, es war ganz sicher nichts Gutes. "Lassen Sie sie da raus!"
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Ich warn dich, wenn du auf nem Treffen bestehst, habe ich schon ne richtig gemeine Idee, die dich etwas erschüttern dürfte. ;-J
Deine Entscheidung.^^

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BeitragThema: Re: Kinda Magic... I guess...   Mo März 09, 2015 7:14 pm

"Nun, entweder würdest du dich freiwillig in der Nähe des Wachhunds aufhalten und diesen immer mitnehmen oder man könnte auch über bestimmte Sigillen dafür sorgen, dass dein Wachhund immer mit dir mitteleportiert wird. Niemand will dir für den Rest deines Lebens das Teleportieren verbieten - das klingt ja furchtbar trostlos."
Bei der Vorstellung musste Fenia leicht den Kopf schütteln. Sie war selbst viel zu gern Magierin, um irgendjemandem mit magischen Kräften das zumuten zu wollen - außer natürlich, der hatte etwas derart Schreckliches getan, dass er es nicht anders verdient hatte.
Sein ausgesprochen emotionaler Ausbruch erstaunte sie ein wenig. Also, auf seine Mutter war er wirklich schlecht zu sprechen. Die Frau musste irgendetwas sehr Schlimmes getan haben ...
"Beruhige dich, Jackson", meinte sie leise.
"Es ist in Ordnung, wenn du sie nicht sehen willst. Du hast vermutlich einen Grund dafür. Aber denkst du nicht, dass wir sie nicht wenigstens ebenfalls unter Schutz stellen sollten? Du musst sie nicht sehen. Es wäre ohnehin nicht so gut, dich mitzunehmen. Wir könnten dich wegen Fluchtgefahr nur mit Handschellen mitnehmen und wenn etwas passiert kannst du dich nicht verteidigen und nicht mal abhauen. Viel zu gefährlich. Aber denkst du wirklich nicht, dass sich nicht wenigstens jemand um sie kümmern sollte? Ich verspreche dir, dass ihr niemand sagt, wo du bist oder was mit dir ist. Wenn du eine Idee hast, wie wir sie unauffällig wegholen können, müssen wir dich hoffentlich nichtmal erwähnen. Und wenn du noch andere Leute hast, an denen du vielleicht mehr hängst, dann kannst du uns das sagen. Wir wollen verhindern, dass jemand über diese Leute an dich ran kommt und je eher du uns das sagst, desto eher können wir etwas unternehmen, bevor es zu spät ist."

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